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Über die Patientenstelle

Wir bieten im Einzelfall Unterstützung in sämtlichen Anliegen im Sozial- und Gesundheitswesen.


Wir engagieren uns für eine partnerschaftliche Stellung der Patientinnen und Patienten im Gesundheits- und Sozialwesen, für mehr Transparenz und Verbesserungen, für Qualität der medizinischen und pflegerischen Leistungen sowie in der Gesetzesarbeit.

Aktuelle Themen

Unispital
Skandal am Universitätsspital Zürich – Patientensicherheit massiv gefährdet

Die Affäre in der Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich (USZ) ist aus verschiedenen Perspektiven und zu Recht seit Tagen in den Medien. Patientinnen und Patienten waren gefährdet und deren Sicherheit nicht gewährleistet. Das ist dramatischen. Noch ist nicht klar, wie es in der Herzchirurgie weitergeht.

Der DVSP fordert einen Neuanfang. Mit dem Rücktritt der beiden Herren Waser und Zünd wäre ein erster wichtiger Schritt gemacht. Denn wie die Recherchen des Tagesanzeigers zeigen, waren USZ intern die Missstände bekannt, auf allen Ebenen, trotzdem reagierte die Leitung nicht. Erst als die Öffentlichkeit von den Missständen erfahren hat, kommt es zu Massnahmen. Der Spitalratspräsident fordert eine externe Meldestelle, gleichzeitig wird bekannt, dass dem Whistleblower gekündigt wurde. Also was jetzt: Soll eine Gefährdung der Patientinnen- und Patientensicherheit gemeldet oder abgewiegelt werden?

Das USZ bestätigt ein wissenschaftliches, jedoch kein medizinisches Fehlverhalten. Das ist in sich ein Widerspruch. Eine Behandlung muss nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft erfolgen. Das eine bedingt das andere und wirft auch ethische Fragen auf. In diesem Bereich müssen die Swissmedic und die Ethikkommissionen den Sachverhalt prüfen und allfällige Massnahmen ergreifen.

Wie weit das medizinische Fehlverhalten mitverantwortlich an den Todesfällen nach den Eingriffen, notwendigen Folgeoperation und/oder bleibenden Schäden ist, muss im Interesse der Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen gründlich und von unabhängigen Expertinnen und Experten abgeklärt werden.

Fehlerhafte Führung eines Patientendossiers verhindert die Sicherheit des Patienten und gefährdet ihn damit. Auch das ist ein medizinisches Fehlverhalten und ist in der Berichterstattung belegt.

Die Spitaldirektion und Führung haben ihre Verantwortung nicht wahrgenommen und vermitteln auch nicht den Eindruck, sie würden der Sache radikal auf den Grund gehen. Nur so aber kann das verspielte Vertrauen der Patientinnen und Patienten zurückgewonnen werden.

Jetzt geht es in die Zukunft: Die Bevölkerung und die Patientinnen und Patienten haben ein Anrecht auf Transparenz und laufende Informationen, wie die Herzchirurgie im USZ wieder zu dem wird, was sie sein muss: Eine universitäre Abteilung mit hochstehender Medizin, mit dem Ziel die Patientinnen- und Patientensicherheit und eine qualitativ hochstehende Behandlung zu gewährleisten.

Der DVSP fordert die Kenntnisnahme, dass die Patientenstellen seit Jahren auch für Fachleute Anlaufstellen sind. In den vergangenen Jahren konnten wir einige Konflikte auch in Spitälern oder Pflegeheimen lösen. Wir waren immer für alle da und sind es noch immer!

 

https://www.zeit.de/2020/24/universitaetsspital-zuerich-skandal-herzchirurgie-betrug

Für Fragen steht zur Verfügung: Erika Ziltener, Präsidentin DVSP, 079 705 14 30

covid
Medienmitteilung zu Covid- 19

Medienmitteilung zu Covid- 19 und deren "Anordnungen und Empfehlungen“ für Bewohner und Bewohnerinnen in Alterszentren

Die Bewohnerinnen und Bewohner in Alterszentren sind seit über zwei Monaten von der Aussenwelt abgeschnitten. Es muss alles unternommen werden, um die Bewohnenden vor Covid-19 zu schützen, gleichzeitig muss aber deren Lebensqualität oberstes Ziel der Anordnungen und Empfehlungen sein.
Zudem muss die Verhältnismässigkeit gegeben sein. Aktuell gibt es Betriebe, in denen die Bewohner und Bewohnerinnen den grössten Teil des Tages alleine in ihrem Zimmer verbringen und auch alleine Essen müssen, und lediglich für maximal ein oder zwei Stunden aus ihrem Zimmer oder an die frische Luft dürfen. Ausserdem gibt es Betriebe die zu den Besuchsverboten auch Zeitungen, Briefe, Schokolade, Kleider etc. für fünf Tage in die Quarantäne legen, bevor sie ausgehändigt werden. Womit der wenig vorhandene Kontakt noch mehr eingeschränkt wird.

Andere Heime unternehmen alles Mögliche um den Kontakt zur Aussenwelt aufrecht zu erhalten. Doch all diese Möglichkeiten sind letztlich künstlich und lassen keine persönliche Nähe zu. Mittlerweile ist der Leidensdruck der Menschen mit einer Demenz sehr stark und weiter zunehmend. Nicht selten erkennen sie zunehmend ihre Angehörigen nicht mehr. Seit zwei Monaten sind die Bewohnerinnen und Bewohner ohne Besuche, ohne vertrauliche Gespräche, auf sich gestellt und auf wenige Quadratmeter isoliert.
Im Kanton Zürich führen die von der Gesundheitsdirektion erlassenen Massnahmen und Empfehlungen zu sehr grossen Unsicherheiten, Uneinheitlichkeit und Verwirrungen. Einzelne Massnahmen wie die, dass Bewohnende nur in Absprache mit der Heimleitung das Alterszentrum verlassen dürfen. Stossend ist zudem, dass sie danach 10 Tage eine Maske tragen müssen. Allein diese Massnahmen sind weder verhältnismässig, noch für die Heimbewohnerinnen, Bewohner und Heimverantwortlichen durchführbar. Insbesondere aber handelt es sich auch um einen tiefen Einschnitt in die persönliche Freiheit der betroffenen Menschen. Ausserdem vermindern sie die Lebensqualität einschneidend und führen bei sehr vielen Menschen ohne unmittelbaren Kontakt zur ihren Angehörigen oder Bezugspersonen zu einer leittragenden Vereinsamung.

Die Patientenstelle Zürich erwartet vom Regierungsrat, dass er einerseits weil die Fallzahlen so tief sind, andererseits weil verschiedene Massnahmen weder durchsetzbar oder verhältnismässig sind, die Anordnungen und Empfehlungen der Situation entsprechend anpasst. Er muss die Verantwortung übernehmen und sie nicht an die Heimleitungen delegieren. Vor allem benötigen die Heime klare Vorgaben, wann die Isolationen von Bewohnenden zulässig ist, handelt es sich hierbei doch um eine klare Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

Die Anordnungen und Empfehlungen zu Covid-19, müssen die Priorität der Lebensqualität aller Bewohner und Bewohnerinnen einhalten und zudem aber auch verhältnismässig, einheitlich und umsetzbar sein.

Brigitte Röösli, Kantonsrätin Kt. Zürich, Co-Präsidentin Patientenstelle Zürich, 079 753 83 45

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Abklärung von Behandlungsfehlern und Durchsetzung von Schadensansprüchen
Klärung und Vermittlung bei Konflikten
Durchsetzung von Leistungsansprüchen bei Sozial- und Privatversicherungen

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