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Über die Patientenstelle

Wir bieten im Einzelfall Unterstützung in sämtlichen Anliegen im Sozial- und Gesundheitswesen.


Wir engagieren uns für eine partnerschaftliche Stellung der Patientinnen und Patienten im Gesundheits- und Sozialwesen, für mehr Transparenz und Verbesserungen, für Qualität der medizinischen und pflegerischen Leistungen sowie in der Gesetzesarbeit.

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Medienmitteilung zu Covid- 19

Medienmitteilung zu Covid- 19 und deren "Anordnungen und Empfehlungen“ für Bewohner und Bewohnerinnen in Alterszentren

Die Bewohnerinnen und Bewohner in Alterszentren sind seit über zwei Monaten von der Aussenwelt abgeschnitten. Es muss alles unternommen werden, um die Bewohnenden vor Covid-19 zu schützen, gleichzeitig muss aber deren Lebensqualität oberstes Ziel der Anordnungen und Empfehlungen sein.
Zudem muss die Verhältnismässigkeit gegeben sein. Aktuell gibt es Betriebe, in denen die Bewohner und Bewohnerinnen den grössten Teil des Tages alleine in ihrem Zimmer verbringen und auch alleine Essen müssen, und lediglich für maximal ein oder zwei Stunden aus ihrem Zimmer oder an die frische Luft dürfen. Ausserdem gibt es Betriebe die zu den Besuchsverboten auch Zeitungen, Briefe, Schokolade, Kleider etc. für fünf Tage in die Quarantäne legen, bevor sie ausgehändigt werden. Womit der wenig vorhandene Kontakt noch mehr eingeschränkt wird.

Andere Heime unternehmen alles Mögliche um den Kontakt zur Aussenwelt aufrecht zu erhalten. Doch all diese Möglichkeiten sind letztlich künstlich und lassen keine persönliche Nähe zu. Mittlerweile ist der Leidensdruck der Menschen mit einer Demenz sehr stark und weiter zunehmend. Nicht selten erkennen sie zunehmend ihre Angehörigen nicht mehr. Seit zwei Monaten sind die Bewohnerinnen und Bewohner ohne Besuche, ohne vertrauliche Gespräche, auf sich gestellt und auf wenige Quadratmeter isoliert.
Im Kanton Zürich führen die von der Gesundheitsdirektion erlassenen Massnahmen und Empfehlungen zu sehr grossen Unsicherheiten, Uneinheitlichkeit und Verwirrungen. Einzelne Massnahmen wie die, dass Bewohnende nur in Absprache mit der Heimleitung das Alterszentrum verlassen dürfen. Stossend ist zudem, dass sie danach 10 Tage eine Maske tragen müssen. Allein diese Massnahmen sind weder verhältnismässig, noch für die Heimbewohnerinnen, Bewohner und Heimverantwortlichen durchführbar. Insbesondere aber handelt es sich auch um einen tiefen Einschnitt in die persönliche Freiheit der betroffenen Menschen. Ausserdem vermindern sie die Lebensqualität einschneidend und führen bei sehr vielen Menschen ohne unmittelbaren Kontakt zur ihren Angehörigen oder Bezugspersonen zu einer leittragenden Vereinsamung.

Die Patientenstelle Zürich erwartet vom Regierungsrat, dass er einerseits weil die Fallzahlen so tief sind, andererseits weil verschiedene Massnahmen weder durchsetzbar oder verhältnismässig sind, die Anordnungen und Empfehlungen der Situation entsprechend anpasst. Er muss die Verantwortung übernehmen und sie nicht an die Heimleitungen delegieren. Vor allem benötigen die Heime klare Vorgaben, wann die Isolationen von Bewohnenden zulässig ist, handelt es sich hierbei doch um eine klare Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

Die Anordnungen und Empfehlungen zu Covid-19, müssen die Priorität der Lebensqualität aller Bewohner und Bewohnerinnen einhalten und zudem aber auch verhältnismässig, einheitlich und umsetzbar sein.

Brigitte Röösli, Kantonsrätin Kt. Zürich, Co-Präsidentin Patientenstelle Zürich, 079 753 83 45

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