Wenn es im Spital zu heiss wird
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- 02 Sep., 2026
- Patientenstelle Zürich
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Wenn es im Spital zu heiss wird
Ein Spitalzimmer mit hohen Temperaturen, wenig Luftzirkulation und direkter Sonneneinstrahlung ist nicht einfach nur unangenehm. Für ältere Menschen, chronisch Erkrankte oder Patientinnen und Patienten mit gesundheitlichen Einschränkungen kann grosse Hitze zu einer ernsthaften gesundheitlichen Belastung werden.
Hitzetage und längere Hitzeperioden nehmen zu. Gerade für das Gesundheitswesen stellt sich deshalb eine wichtige Frage: Wie kann eine sichere Versorgung auch bei grosser Hitze gewährleistet werden?
Hitzeschutz im Gesundheitswesen ist eine Herausforderung
Nicht jedes Spital, jede Praxis oder Pflegeeinrichtung verfügt über klimatisierte Räume oder eine moderne Gebäudekühlung. Dabei können bauliche Massnahmen wie Beschattung, Sonnenschutz, eine gute Isolation oder effiziente Kühlsysteme entscheidend dazu beitragen, die Temperaturen in Innenräumen erträglich zu halten.
Hohe Temperaturen können den Kreislauf belasten, zu Flüssigkeitsverlust führen und bestehende gesundheitliche Probleme verschärfen. Besonders gefährdet sind deshalb Menschen, die bereits gesundheitlich geschwächt sind oder ihren Flüssigkeitshaushalt und ihre Körpertemperatur nicht ausreichend regulieren können.
Bauliche Anpassungen lassen sich jedoch nicht von heute auf morgen umsetzen. Sie brauchen Planung, Zeit und finanzielle Mittel.
Damit entsteht eine besondere Herausforderung: Was tun, wenn die baulichen Voraussetzungen für einen wirksamen Hitzeschutz noch fehlen?
Kurzfristige Massnahmen können entscheidend sein
Auch wenn langfristige bauliche Lösungen noch nicht umgesetzt sind, können Gesundheitseinrichtungen konkrete Massnahmen ergreifen, um Patientinnen und Patienten besser vor grosser Hitze zu schützen.
Dazu gehören beispielsweise:
-Räume gezielt kühlen und möglichst kühl halten
-direkte Sonneneinstrahlung reduzieren
-ausreichend Trinkmöglichkeiten sicherstellen
-besonders gefährdete Patientinnen und Patienten regelmässig beobachten
-Aufenthalte in besonders heissen Räumen möglichst vermeiden
-Mitarbeitende für die gesundheitlichen Risiken von Hitze sensibilisieren
-klare Zuständigkeiten und Abläufe für Hitzetage festlegen
Dabei geht es nicht nur darum, dass Patientinnen und Patienten selbst genügend trinken oder sich vor der Hitze schützen. Auch die Einrichtungen der Gesundheitsversorgung tragen Verantwortung dafür, dass ihre Patientinnen und Patienten unter sicheren Bedingungen versorgt werden.
Ein wirksamer Hitzeschutz sollte deshalb nicht erst dann zum Thema werden, wenn die nächste Hitzewelle bereits da ist. Gesundheitseinrichtungen brauchen vorausschauende Hitzeschutzkonzepte, klare Zuständigkeiten und Massnahmen, die auch unter schwierigen Bedingungen funktionieren.
Hitzeschutz ist eine Frage der Patientensicherheit
Hohe Temperaturen sind nicht lediglich eine Frage des persönlichen Wohlbefindens. Für vulnerable Menschen können sie gesundheitliche Risiken verstärken und den Genesungsprozess zusätzlich erschweren. Deshalb gehört Hitzeschutz auch zur Frage der Patientensicherheit.
Die zunehmenden Hitzeperioden zeigen zudem, dass sich Gesundheitseinrichtungen langfristig auf diese Herausforderung einstellen müssen. Bauliche Anpassungen und geeignete Hitzeschutzkonzepte werden dabei ebenso wichtig wie kurzfristige Massnahmen im Alltag.
Es braucht deshalb beides: langfristige Investitionen in hitzetaugliche Gesundheitsbauten und konkrete Lösungen für den nächsten heissen Tag.
Wenn es draussen immer heisser wird, muss auch die Gesundheitsversorgung darauf vorbereitet sein.
Denn Patientensicherheit darf nicht vom Wetter abhängen.