„Krank und nicht mehr ausgeliefert“

Inhalt
Bulletin 89, Juli 2017

Erscheint vierteljährlich

Editorial 1
Sturz mit fatalen Folgen 2-3
Veranstaltungskalender 2017 3
Fragen / Antworten 4
Ja gäb' es keine Senioren 5-6
Blick hinter die Kulissen des Nationalrats 6
Verkehrsicherheit ist auch Gesundheitspolitik 7
Das farbcodierte Blutdrucktagebuch 8
Zusatzversicherung jetzt überprüfen 9
Bessere Versorgung für Betroffene von seltenen Krankheiten 10
progress!Sichere Medikation im Spital und Pflegezentren 11
Woher Hilfe nehmen? 12
Neuer Schub für smarter medicine 13

Sturz mit fatalen Folgen

Frau K. stürzt schwer beim Joggen und zieht sich eine Verdrehung des Knies zu. Wegen der starken Schmerzen kann sie nicht mehr gehen und muss mit der Ambulanz zur nächsten Ärztin gebracht werden, welche sie sogleich ins nächste Spital überweist.

Zusatzversicherung jetzt überprüfen

Herr K. hat Jahrgang 1917. Er ist körperlich und geistig zwar etwas eingeschränkt, kann aber bei guter Lebensqualität noch alleine Zuhause leben. Er wird von der Spitex gepflegt und von seinen Angehörigen unterstützt. Jetzt lehnt die Krankenversicherung die volle Kostenübernahme für die Spitex mit der Begründung ab, die Pflege im Heim wäre günstiger als Zuhause.

Ja gäb es keine Senioren

Ja gäb's keine Senioren, ging der Wohlstand schnell verloren. Die Konjunktur hätt's furchtbar schwer, ja die Senioren müssten her.
Seht Euch die Urlaubszentren an, wer füllt die Busse und die Bahn? Wer gibt dem Fahrer gar am Ende, manchen Euro als Zubrotsspende? Mallorca's Strände wären leer, gäb' es keine Senioren mehr.

Bessere Versorgung für Betroffene von seltenen Krankheiten

In der Schweiz sind schätzungsweise eine halbe Million Menschen von seltenen Krankheiten betroffen. Rund 80 Prozent sind genetisch bedingt und daher vererbbar. Die Betroffenen kämpfen an vielen Fronten: Zuerst für eine Diagnose – im Durchschnitt dauert es acht Jahre bis sie nach einer Odysse durch das Gesundheitssystem Gewissheit haben, was die Ursache ihres Leidens ist; dann für eine wirksame Therapie und schliesslich für die Vergütung durch die Krankenversicherung.