„Krank und nicht mehr ausgeliefert“

Inhalt

Editorial 1
Schmerzen, Oberschenkelbruch – aber keine Diagnose 2
Fehlversorgung = Überversorgung 3
«Medizin gegen Spital-Bürokratie» 4
Vollversammlung 08. Mai 2017 4
Fragen / Antworten 7
Arztrechnung – leicht verständlich gemacht! 8
Rückerstattung der zuviel bezahlten Prämien 8
Nicht ernst genommen – der lange Leidensweg von Frau M. 9
Gesagt, aber nicht notiert 10
Time To Care. Wie Sie Ihre Patienten und Ihren Job lieben 11
progress! Sichere Medikation in Pflegeheimen 12
Blick hinter die Kulissen des Nationalrats 13

Schmerzen, Oberschenkelbruch – aber keine Diagnose

Frau O. leidet an einer ausgeprägten und schmerzhaften Hüft-ge¬lenksarthrose. Sie wird operiert und erhält eine unzemen-tierte Hüftprothese. Sie klagt nach der Operation über Leistenschmerzen beim Beugen der Hüfte, welche nicht ab-nehmen wollten. Im Operationsbericht werden keinerlei Komplikationen oder Schwierigkeiten erwähnt. Ihr Operateur vertröstet sie immer wieder. Sie müsse geduldig sein, eine solche Heilung benötige Zeit.

Nicht ernst genommen – der lange Leidens-weg von Frau M.

Frau M. leidet unter Bauchbeschwerden und diffusen Schmer-zen. Sie kann nicht exakt sagen, wann die Schmerzen auf-treten, ob sie von der Lage, Bewegung oder der Ruhe abhän-gen. Auch die Stärke der Beschwerden ist unregelmässig und unterschiedlich ausgeprägt. Frau M. sucht bereits die vierte medizinische Fachperson auf, einmal ambulant, dann notfall-mässig im Spital und schliesslich in einer Tagesklinik.

Die Dienstleistung der Patientenstelle

Obwohl Frau M. mitten im Leben steht und gut zurechtkommt, konnte sie sich nicht alleine wehren. Sie hätte Unterstützung oder zumindest eine gute und sichere Vorbereitung für das Gespräch mit den medizinischen Fachpersonen gebraucht