„Krank und nicht mehr ausgeliefert“

in: 200 Jahre AGZ, Ärztegesellschaft des Kantons Zürich 1810–2010 (Hrsg.), Zürich 2010. S. 86ff

Eine kritische Patientinnen- und Patientensicht.

Im 21. Jahrhundert sind das Gesundheitswesen und die Arzt-Patienten-Beziehung im Umbruch wie wohl nie zuvor, wie ein Blick zurück in die Geschichte zeigt. Im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert formierte sich eine Zweiklassengesellschaft mit Bürgertum und Arbeiterschaft. Zu jener Zeit hatte die Ärzteschaft keine gefestigte Berufsidentität und war nicht als Gesamtes organisiert. Während sich die akademischen Ärzte der sogenannten Schulmedizin verpflichtet fühlten, arbeiteten die Chirurgen, Wundärzte und Hebammen von diesen weitgehend unabhängig. Die Ärzte aus dem Bürgertum behandelten kaum Patientinnen und Patienten aus der Arbeiterschaft. Das änderte sich erst mit den ersten Krankenversicherungen, die zur Behandlung von «Kassenpatienten» führte.

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